Tipps zur Bewältigung von Asthmaanfällen

Eine Person benutzt ruhig einen Inhalator bei ersten Anzeichen von Atemnot

Asthma bronchiale verstehen: Die Grundlagen

Die typischen Asthma Symptome resultieren aus einer dauerhaften Überempfindlichkeit der Atemwege. Zu den klassischen Symptomen einer chronischen Atemwegsentzündung gehören Kurzatmigkeit, ein pfeifendes Atemgeräusch sowie nächtlicher Husten und Engegefühl in der Brust.

Dabei ist es wichtig, zwischen einer allergischen vs. nicht-allergischen Atemnot zu unterscheiden, da sich die Therapieansätze leicht unterscheiden können. Die genauen Ursachen für bronchiale Hyperreaktivität liegen oft in einer Kombination aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen, die die Lunge reizen.

Diagnose und tägliche Kontrolle

Gewissheit über den Zustand Ihrer Atemwege bringt in der Regel ein ärztlicher Lungenfunktionstest. Der Ablauf eines Spirometrie-Lungenfunktionstests ist vollkommen schmerzfrei: Dabei atmen Sie in ein Mundstück, welches Ihr Lungenvolumen und die Atemstromstärke misst.

Für den Alltag zu Hause empfiehlt sich ein Leitfaden zur Überwachung mit dem Peak-Flow-Meter. Mit diesem kleinen, handlichen Gerät können Sie Ihre Lungenfunktion täglich selbst überprüfen und drohende Verschlechterungen frühzeitig erkennen.

Arzt erklärt einem Patienten die Anwendung des Peak-Flow-Meters

Prävention: Auslöser gezielt minimieren

Um Anfällen vorzubeugen, müssen Sie Ihre persönlichen Trigger kennen. Häufige Auslöser für Atembeschwerden sind Pollen, Hausstaubmilben, kalte Luft oder Stress.

  • Allergene reduzieren: Nutzen Sie bewährte Strategien zur Reduzierung von Umweltallergenen, wie allergendichte Bettbezüge, den Verzicht auf Teppichböden oder regelmäßiges Stoßlüften.
  • Sport anpassen: Achten Sie beim Training auf Symptome einer anstrengungsinduzierten Bronchokonstriktion. Ein ausgiebiges Aufwärmen und ein angepasstes Tempo können hier Wunder wirken.

Medikamente: Controller- vs. Reliever-Medikamente

Die medikamentöse Therapie ruht meist auf zwei wichtigen Säulen:

  • Controller (Dauermedikation): Diese Medikamente dämmen die Entzündung langfristig ein. Um mögliche Nebenwirkungen von inhalierten Kortikosteroiden – wie Heiserkeit oder Pilzinfektionen im Mund – zu vermeiden, sollten Sie nach der Inhalation stets den Mund ausspülen oder etwas trinken.
  • Reliever (Notfallmedikament): Dieses wirkt bronchienerweiternd und verschafft schnelle Hilfe. Es ist essenziell zu wissen, wie man ein Notfallspray richtig anwendet: Atmen Sie langsam und tief ein, während Sie den Sprühstoß auslösen, und halten Sie den Atem danach kurz an.
Zwei verschiedene Asthma-Inhalatoren auf einem Tisch zur Veranschaulichung

Richtig handeln im Notfall

Wenn die Luft knapp wird, ist schnelles Handeln gefragt. Prägen Sie sich ein, was man bei einem schweren Asthmaanfall tun sollte:

  1. Ruhe bewahren: Panik verschlimmert die Atemnot.
  2. Notfallspray nutzen: Wenden Sie Ihren Reliever sofort an.
  3. Haltung anpassen: Atemerleichternde Haltungen wie der Kutschersitz oder die Lippenbremse helfen beim Ausatmen.
  4. Hilfe rufen: Wenn das Spray nach 10 Minuten keine Linderung bringt, rufen Sie den Notarzt (112).

Hier zeigen sich die enormen Vorteile eines schriftlichen Asthma-Aktionsplans. Dieser Plan, den Sie vorab gemeinsam mit Ihrem Arzt erstellen, gibt Ihnen und Ihren Angehörigen eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Notfall.

Langfristige Stärkung der Lunge

Zusätzlich zur medikamentösen Therapie können Sie Ihre Lunge aktiv trainieren. Spezielle Atemübungen für die Lungenkapazität, wie die Zwerchfellatmung oder gezieltes Yoga, stärken die Atemmuskulatur und geben Ihnen mehr Sicherheit im Alltag.

Fazit: Asthma erfordert Aufmerksamkeit, muss Sie aber nicht einschränken. Mit der richtigen Vorsorge, einem verlässlichen Notfallplan und einem geschulten Umgang mit Ihren Medikamenten können Sie ein aktives und beschwerdefreies Leben führen.

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